Porzellantechnik

So entsteht Porzellan

In Trommelmühlen werden die Rohstoffe fein gemahlen. Kaolin wird in Wasser ausgeschlämmt und grobe Beimengungen werden ausgesiebt. Eisenteilchen in der Masse werden durch Magnete entfernt. (Damit der Scherben keine dunklen Flecke bekommt.) In Filterpressen wird der gereinigte Schlamm entwässert und anschließend in Masseschlagmaschinen durchgewalkt. Die Masse kann jetzt zum Formen des Porzellans verwendet werden. Die Formgebung der Porzellanmasse kann durch Drehen (Töpferscheibe) oder durch Gießen in Gipsformen erfolgen.

route
Kaolin + Feldspat + Quarz = Porzellanmasse


Voraussetzung um eine Plastik zu reproduzieren sind Arbeitsformen aus denen die Teile ausgeformt werden. Der Modelleur setzt die einzelnen Teile der Plastik mit verdünnter Masse nach dem Modell zusammen. Der Porzellanscherben wird nach dem Formen bei einer Temperatur von 1000 ° C verglüht. Die Struktur des Gegenstandes ist nun gefestigt und kann glasiert werden. Im Anschluss erfolgt der Glattbrand bei 1350°C - 1400°C. Die Glasur bildet einen glasartigen, durchsichtigen glänzenden Überzug. Die Brenntemperatur richtet sich nach der Zusammensetzung der Porzellanmasse. Das Porzellan ist somit fertig.


Glas- und porzellanmalerei Schneider


Die Porzellanstücke können nun bemalt werden.
Der Porzellanmaler ist das letzte, doch bedeutende Glied, in dieser Produktionskette. Porzellanfarben sind Mischungen von leicht schmelzenden Glasflüssen und färbenden Metalloxiden. Nach dem Glattbrand werden diese dann vom Maler auf die Glasuroberfläche aufgetragen. Danach ist ein Farbbrand bei 850°C nötig.

Die Farben werden mittels Terpentin und anderen Ölen auf einer Palette aufgespachtelt. Welche Farben verwendet oder mit einander vermischt werden, ist Erfahrung des Porzellanmalers. Gemalt wird mit feinen Pinseln aus Fehnhaar. (Schwanzhaar eines sibirischen Eichhörnchens)

Was wäre die Porzellanmalerei ohne Gold? Es macht nicht nur das Porzellan wertvoller, sondern erhöht seinen ästhetischen Reiz. In aufwendigen Verfahren wird reines Gold malfähig gemacht. Drei verschiedene Goldpräparate finden Verwendung:

Pulvergold, flüssiges Poliergold, Glanzgold  
  Heinz Schneider bei der Arbeit ...