Glastechnik

So entsteht Glas

Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das abgekühlt ist ohne zu kristallisieren. Der Übergang vom festen in den flüssigen Zustand muss umkehrbar sein. Glas hat einen Schmelzbereich von 650°C – 1200 °C.

route
Quarzsand + Soda + Kalk = Glas


Färbungen erhält man durch Beigabe von Metalloxiden. Kristallglas enthält Blei. Die folgenden Eigenschaften sind typisch für Glas:

font-size

  • Durchsichtig
  • Schlechter Wärmeleiter
  • Im kalten Zustand spröde
  • Im festen Zustand ein Elektrischer Nichtleiter (Isolator)
  • Gegen die meisten chemischen Einflüsse widerstandsfähig
  • Hält einen wesentlich höheren Druck als Zugspannung aus



Glas- und porzellanmalerei Schneider


Glasmalfarben sind weich eingestellte, farbige Gläser in pulverförmiger Konsistenz. Sie werden mit flüssigen Medien aufgespachtelt und so malfähig gemacht. In einem Bereich von 540 °C – 640 °C schmelzen sie glatt auf. Das heißt sie gehen in Fluss über. Ohne seine Form zu verändern soll das Trägerglas nur soweit erweichen, dass es die Schmelzfarbe dauerhaft in die Oberfläche aufnehmen kann.

Schmelzfarben sind aus zwei Hauptbestandteilen zusammengesetzt dem weichen Glasfluss und Farbkörper. Beim Einbrennen bewirkt der Glasfluss die Verschmelzung des Farbkörpers mit der Glasoberfläche des Trägerglases. So trägt dieser zum Glanz und der Farbentwicklung bei. Die Brenntemperatur richtet sich nach Art der Farbe und der Zusammensetzung des Glases. Es gibt deckende Glasfarben, transparente Glasfarben und Beizen.

Die Farben werden mittels Terpentin und anderen Ölen auf einer Palette aufgespachtelt. Welche Farben verwendet oder miteinander vermischt werden, ist Erfahrung des Glasmalers.